PRISMA Info Cannabis

Cannabis

CannabisCannabis ist eine Gattung der Hanfgewächse mit psychoaktiven Wirkstoffen. Es wird als Haschisch oder Marihuana, seltener als Haschischöl, als Rauschmittel verwendet und gehört zu den illegalen Suchtmitteln.

Substanz

Cannabis hat eine Jahrtausende alte Tradition als Nutz- und Heilpflanze und gehört zu den ältesten bekannten Rauschmitteln. Hauptwirkstoff ist das Tetrahydrocannabinol (THC). Die Menge von THC ist je nach Pflanzensorte sehr unterschiedlich. Haschisch besteht hauptsächlich aus dem Harz der Blütenstände. Es wird häufig mit anderen Substanzen gestreckt. Marihuana sind meist die getrockneten und zerkleinerten Pflanzenteile. Haschisch und Marihuana werden meist geraucht. Gelegentlich wird Haschisch auch Getränken oder Joghurt zugegeben oder in Kekse eingebacken. Die Wirkung ist dabei verzögert, tritt plötzlich ein und hält länger an.

Wirkung

Cannabis wirkt vor allem psychisch. Wie es wirkt, hängt von der jeweiligen Grundstimmung sowie von Situation und Umgebung ab. Aber auch Dosis, Qualität und streckende Beimischungen spielen eine Rolle. Grundsätzlich werden die bereits vorhandenen Stimmungen – ob positiv oder negativ – verstärkt. Cannabiskonsum hebt die Stimmung, je nach Gefühlslage treten Entspannung, innere Ruhe, Ausgeglichenheit, Wohlbefinden, Wohlgestimmtheit, eine gewisse Heiterkeit sowie eine gesteigerte Kommunikationsfähigkeit ein. Häufig sind ein verminderter Antrieb und eine Tendenz zur Passivität. Gelegentlich werden akustische und visuelle Wahrnehmungen sowie das sexuelle Erleben intensiver. Nebeneffekte können Denkstörungen sowie verminderte Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit sein. Niedergedrückte Stimmung, Unruhe, Angst und Panik sind eher selten, ebenso wie Verwirrtheit oder alptraumartige Erlebnisse. Körperlich können erhöhter Blutdruck, leicht erhöhte Herzfrequenz, Augenrötung sowie Übelkeit auftreten.

Risiken und Abhängigkeit

Durch die Wirkung von Cannabis ist die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt. Ob weitere Risiken bestehen, hängt vor allem davon ab, ob Cannabis gelegentlich oder dauerhaft und gewohnheitsmäßig genommen wird. Mittel- und langfristig kann hoher und dauerhafter Konsum zur psychischen Abhängigkeit führen, ebenso zu Leistungsproblemen, Teilnahmslosigkeit und Aktivitätsverlust. In seltenen Fällen können Psychosen oder Halluzinationen ausgelöst werden. Körperliche Folgeschäden bei längerem Konsum sind relativ selten, allerdings führt das Rauchen von Cannabis zu Lungen- und Bronchialerkrankungen und Gesundheitsschäden. Langfristiger Konsum kann psychische und soziale Folgen haben: Einschränkungen im Bereich des Denkens und Urteilens zeigen sich durch allgemeines Desinteresse und verminderte Belastbarkeit, der Betroffene zieht sich in sich zurück und wird sich selbst und den Aufgaben des Alltags gegenüber immer gleichgültiger. Es kann zu psychischen Entzugssymptomen wie innerer Leere, Freudlosigkeit, Antriebsmangel, Konzentrationsstörungen, Unruhe, Schlafstörungen oder Appetitmangel kommen.


Quellen:

»Die Sucht und ihre Stoffe« - Eine Informationsreihe über die gebräuchlichen Suchtmittel.
Herausgeber: Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren, Hamm.

Drogerie-Projekt, Erfurt
http://www.drogerie-projekt.de/

Weitere Infos im Internet
http://www.dhs.de/