
Seit Jahrhunderten und in zahlreichen Kulturen suchen Menschen ihr Glück im Spiel, sei es im Kartenspiel, im Roulette, am Automaten oder bei Sportwetten. Spielen dient der Geselligkeit, der Entspannung oder Anregung und sorgt bei einem Großteil der Menschen für Spaß und Unterhaltung.
Glücksspiele bedienen den Wunsch nach einem sorgenfreien Leben, nach einem Lebensstandard, der durch eigene Anstrengung selten zu erreichen ist. Wer hat sich noch nicht die Frage gestellt, was mit einem großen Gewinn wohl alles möglich wäre? Die meisten Menschen, die sich an solchen Spielen beteiligen, können mit den damit verbundenen Gefahren umgehen.
Manche Menschen verlieren jedoch die Kontrolle über das eigene Spielverhalten. Das Spielen bestimmt immer mehr das Denken und Fühlen. Die Betroffenen sind getrieben vom Wunsch Verluste zurück zu gewinnen oder finden nur noch im Spiel Ruhe und Entspannung. Wird nicht gespielt, fühlen sie sich unruhig und gereizt. Erst erneutes Spielen sorgt für kurzzeitige Entlastung, mit der Folge, dass immer wieder gespielt werden muss. Aus Spaß wird Ernst, aus Verhalten wird Sucht.
Für Betroffene dreht sich alles nur noch ums Spielen. Was einmal von Bedeutung war, wird zur Nebensache. Soziale Beziehungen, Arbeit und Interessen werden vernachlässigt. Andere werden über das Ausmaß der Spielleidenschaft belogen und hintergangen. In der Familie kommt es zu Streitigkeiten, finanzielle Mittel werden aufgebraucht, Schulden gemacht. Am Ende steht das persönliche, finanzielle und soziale Aus.
Pathologisches Spielen oder Glücksspielsucht stellt kein persönliches Versagen dar. Es ist eine behandlungsbedürftige Erkrankung, die seit 2001 von Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern anerkannt ist und für die vielfältige Hilfen angeboten werden.
Die Beratungs- und Präventionsarbeit von PRISMA zielt darauf, Menschen mit pathologischem Glücksspielverhalten zu einem frühen Zeitpunkt zu erreichen. Dazu gehört ein umfangreiches Beratungsangebot, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Vernetzung und Kooperation mit Fachkliniken, Rechtsanwälten, Schuldnerberatungen und weiteren sozialen Diensten. Über unser Beratungstelefon erhalten Sie fachkundige und professionelle Suchtberatung. Auf Wunsch vereinbaren wir einen Termin zu einem Gespräch. In diesem Gespräch klären wir gemeinsam Ihren persönlichen Beratungsbedarf und definieren ein Ziel, auf das die weitergehenden Hilfsangebote individuell zugeschnitten werden. Auch Angehörige und Freunde, die Rat und Informationen über Spielsucht in ihrem familiären oder sozialen Umfeld suchen, können sich an uns wenden.
Unsere Leistungen sind kostenfrei. Wir unterliegen der Schweigepflicht. Auf Wunsch kann unser Angebot auch anonym in Anspruch genommen werden.
Markus Bruska, Dipl.-Sozialpädagoge (FH), Dipl.jur (FH)
Telefon: 0 62 51 - 6 45 65
Mobil: 0 151 1569 1489
E-Mail-Adresse: markus.bruska
drogenberatung-prisma.de
Beratung im Kreis Bergstraße
Zeller Straße 3, 64625 Bensheim
Beratung im Odenwaldkreis
Gabelsberger Straße 5, 64711 Erbach
Für Betroffene und Angehörige:
Für Multiplikatoren:
Die folgenden Fragen können Ihnen Anhaltspunkte über Ihr Spielverhalten geben:
Haben Sie eine oder mehrere Fragen mit Ja beantwortet, bedeutet dies nicht unbedingt, dass Sie glücksspielsüchtig sind. Es könnte allerdings ein Hinweis für eine Gefährdung sein. Insbesondere, wenn Sie fünf oder mehr Fragen bejahen müssen, kann es sinnvoll sein, sich an eine Beratungsstelle zu wenden.